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zum Oratorium „Das Gesicht Jesajas“ Die dreissiger Jahre des 20. Jahrhunderts: Wirtschaftskrise. Nicht zufällig beendet Willy Burkhard im Jahr 1935 sein grösstes Werk, das Oratorium „Das Gesicht Jesajas“. 75 Jahre später. Wiederum Wirtschaftskrise. Eher zufällig, denn die Idee, das Werk im Jahre 2010 aufzuführen fiel in die Zeit unmittelbar vor Ausbruch der Finanzkrise. Und dennoch: die Bildersprache der Musik, die Texte und Visionen Jesajas könnten nicht treffender sein. Und: Sie geben trotz aller Radikalität und der an manchen Stellen schmerzhaften Sprache Hoffnung. Das Oratorium „Das Gesicht Jesaja“ gehört auch nach Meinung von Musikwissenschaftern zu den wichtigsten Oratorien des 20. jahrhunderts überhaupt. Aus Schweizer Sicht stellt es ebenfalls eines der bedeutendsten Oratorien eines Schweizer Komponisten des 20. Jahrhunderts dar. Aufgrund seiner Komplexität und musikalischen Schwierigkeit wird es nur selten aufgeführt. die Uraufführung fand 1936 unter Leitung von Paul Sacher in Basel statt. Als Einführung und Begleitung führen die Veranstalter in Zusammenarbeit mit der evangelischen Kirchgemeinde Chur eine Vortragsreihe durch. Fünf Donnerstagabende stehen dann im Zeichen von Experten, welche sich mit dem Propheten Jesaja auseinandersetzen. Pfarrer Daniel Hanselmann startet die Reihe (04.02.2010) und berichtet von seinen Reisen an Tote Meer und „Das Geheimnis von Qumran“. Pfarrerinen Sabine Rheindorf und Denise Perret betrachten „Das Jesajabuch im Kontext seiner Zeit“ (11.02.2010). Dr. Christoph Henning, Musikwissenschafter und Philosoph macht sich Gedanken über das „Verständnis der Visionen jesajas aus heutiger Sicht“ (18.02.2010). Prof.Dr. Michael Fieger, Ordinarius für Alttestamentliche Wissenschaften gibt kritischen Einblick in den aktuellen Stand der Bibelforschung unter dem Titel „Ein Text von mehreren Autoren?“ (04.03.2010). Als Abschluss wird Firtz Näf, Dirigent und Präsident der Willy-Burkhard-Gesellschaft einen Einblick in „Mensch und Werk“ geben (11.03.2010). Die Veranstaltungen dauern inkl. Diskussion und Fragerunde rund 1 Stunde und beginnen jeweils um 20.00 Uhr im Kirchgemeindehaus Comander in Chur. Ausnahme: Das Referat vom 04.03. findet in der Aula der Theologischen Hochschule Chur statt. Der Eintritt ist frei. Jedermann ist herzlich willkommen! Predigtreihe in den reformierten Kirchen der Stadt Chur Weltgericht und Hoffnung – Das Gesicht Jesajas Es ist der Traum von einer besseren Welt, der die Menschen bewegt. Aber nicht nur heute – der Traum wird seit Jahrtausen geträumt. Irgendwann muss es doch einmal soweit kommen, dass Frieden und Gerechtigkeit diese Welt regieren. ‚Wehe denen, die Böses gut und Gutes böse heissen, die aus Finsternis Licht und aus Licht Finsternis machen!’, droht der Prophet Jesaja im Alten Testament (Jes 5,21). Doch verharrt der Prophet nicht darin. Vielmehr geht’s um die Zuversicht, für die Menschen, die auf dem Weg sind: ‚Die auf den Herrn harren, kriegen neue Kraft. Herr, sei gnädig, denn auf dich harren wir.’ (Jes 40,31) So betet er und träumt den alten Traum einer besseren Welt: ‚Denn siehe, ich will einen neuen Himmel und eine neue Erde schaffen…’ (Jes 65,17).Was kann der alte Prophet in unsere Zeit hinein sagen? Diese Frage bewegt – vielleicht auch Sie? Vom 14. Februar bis 14. März findet eine Predigtreihe zu verschiedenen Jesajaworten statt. Jeden Sonntag machen sich Churer Pfarrpersonen im Gottesdienst Gedanken über ein Thema aus dem Buch Jesaja. | Dat. | Kirche | Texte | Predigt hält | | 14. 2. | St.Martin | ‚Ende der Scham’ – Jesaja 54 | Pfrn. Stéph Zwicky | | | Masans | Berufung des Propheten Jesaja – Jesaja 6 | Pfrn. Denise Perret | | 21.2. | St.Martin | Hoffnung & Zuversicht – Jesaja 40 | Pfr. Daniel Hanselmann | | | Comander | Die Vision von Gottes neuer Welt – Jesaja 29,17-24 | Pfrn. Sabine Rheindorf | | | Masans | Androhung des Weltgerichts – Jesaja 24 | Pfrn. Cornelia Camichel Bromeis | | 28.2. | St.Martin | Androhung des Weltgerichts – Jesaja 24 | Pfrn. Cornelia Camichel Bromeis | | | Masans | Hoffnung & Zuversicht – Jesaja 40 | Pfr. Daniel Hanselmann | | | Comander | Verheissung - "Wie lieblich sind die Füsse des Freudenboten.." - Jesaja 52, 7 | Pfrn. Astrid Weinert | | 14.3. | St.Martin | Ankündigung der Geburt des Erlösers – Jesaja 9 | Diakon Martin Chollet | | | Masans | «Gott spricht: Siehe, ich will ein Neues schaffen, jetzt wächst es auf, erkennt ihr's denn nicht?» Jesaja 43,19 | Pfr. Kurt Bosshard |
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