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Das Gesicht Jesajas, Oratorium Opus 41 von Willy Burkhard für Soli, gemischten Chor, Orgel und Orchester Die Hauptideen des Jesajas: - Untergang und Verderben des ungesunden Unwahren
- Hoffnung auf Abklärung des gegenwärtigen chaotischen Zustandes
- Ahnung einer neuen Weltordnung: „Friede, Erlösung, Befreiung“
Burkhard zeichnet mit seinem Werk einen Querschnitt durch unsere Zeit, unser geistiges Leben. In diesem Sinn hat Burkhard aus den 66 Kapiteln des Buches Jesaja die Texte zusammengestellt, die welche ganze Spannweite der Visionen Jesajas umfassen. Das Werk gliedert sich in sieben Teile, die sich wie folgt charakterisieren lassen: 1. Einleitung 2. Die Visionen des Wehs und Unheils, Ankündigung des Schreckens 3. Die Gnade Gottes, Verheissung einer neuen Kraft 4. Der Untergang unserer Welt, Angst, Hoffnungslosigkeit 5. Das Licht in der Finsternis, Geburt Christi 6. Der Tod und seine Überwindung, Auferstehung 7. Frieden und Neue Erde, aufatmen in der Verheissung des Friedens
Die Themen sind einprägsam, bildhaft und symbolträchtig. Sie wirken durch die Unmittelbarkeit ihrer Aussage, aber auch durch die zwingende Logik. Ihre Verarbeitung ist vielfältig und manifestiert sich auch in überlieferten Formen, immer vom Gehalt und vom Ausdruckswillen bestimmt. Nebst dem tonalen Bezugsrahmen finden wir auch atonale und polytonale Strukturen, die in sinnvollem Wechsel von Spannung und Entspannung angelegt sind. Eine Besonderheit des Werkes sind die Choralsätze. Burkhard hat neue, plastische Melodien geschaffen, die den Ausdrucksgehalt der Choralzeilen erfassen und adäquat in Musik umsetzen.
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